Humboldt sammelte auf seinen Reisen (Westeuropa, Lateinamerika, Russland) riesige Mengen botanischen (rund 60.000 Pflanzen) und geologischen Materials, er registrierte die Abnahme der magnetischen Feldstärke vom Pol zum Äquator und beobachtete
Meteoritenschwärme. Als erster erkannte er die Vorteile eines Kanals durch den Isthmus von Panama. Er zeichnete Isothermen und berichtete über Sprachen, Kultur und Kunst der Indianer. Durch seine Reisen und Berichte leistete Humboldt wesentliche
Beiträge zur Meeres-, Wetter-, Klima- und Landschaftskunde. Doch was hat nun Alexander von Humboldt mit unserer Schule zu tun? Nach seinem Studium trat er in den preußischen Staatsdienst ein und wurde 1792 in die Markgrafschaft Bayreuth geschickt, die Preußen angegliedert war. Hier wirkte er bis 1797 als Bergassessor und -meister und war zuständig für den Bergbau im Frankenwald und im Fichtelgebirge. Er sorgte sich vor allem um die soziale Lage der einheimischen Bevölkerung: Er schaffte Arbeitsplätze, gründete Fortbildungsschulen für Bergleute, für die er sogar aus seinen eigenen Mitteln das Geld vorschoss, erfand eine Grubenleuchte und eine Art Luftmaske. Wegen seiner hervorragenden Leistungen wollte sein Arbeitgeber ihn mit noch bedeutenderen Aufgaben betrauen. Er aber lehnt
ab und trat nach dem Tode seiner Mutter aus dem Staatsdienst aus. Das ererbte Vermögen erlaubte es ihm nun große Forschungsreisen zu unternehmen.