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Sonntag, 07 Dezember 2014 04:48

Die Costa Concordia

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Die Costa Concordia gilt als das am besten bewachteste Schiffswrack der Welt. Aber warum wird es so gut bewacht? Dieses Schiff ist ein Wrack aber ein Tatort zugleich, außerdem hat man Angst davor, dass an Bord illegale Schatzsuche gemacht wird. Auf diesem Schiff sind in der Unglücksnacht im Januar 2012 32 Menschen ums Leben gekommen.

Opfer: 

Nation:

Todesopfer:

Deutschland

12

Italien

7

Frankreich

6

Peru

2

USA

2

Indien

12

Spanien

1

Ungarn

1

Tote gesamt

32

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Costa_Concordia

Es wird immer noch eine Person vermisst.

Historie:

Die Costa Concordia wurde von 2004-2006 gebaut. Bei ihrer Fertigstellung war sie das größte italienische Kreuzfahrtschiff. Als am 7. Juli 2006 bei der Schiffstaufe die Flasche nicht zerbrach, waren die Seeleute entsetzt, da dies als schlechtes Vorzeichen galt. Am 15. Juli 2006 begann die Jungfernfahrt in Savona. Taufpatin war das tschechische Top-Model Eva Herzigová.

Wegen heftiger Sturmböen hat das Schiff bei der Einfahrt in den Hafen von Palermo am 22. November 2008 die Hafenanlage gerammt, wodurch die Costa Concordia leicht beschädigt wurde.

Das Schiff diente 2010 auch als Kulisse für einen gesellschaftskritischen Film.

Der Untergang:

Am 13. Januar 2012 gegen 19 Uhr (MEZ) Ortszeit, lief die Concordia aus dem Hafen von Civitavecchia aus. Das Schiff war unter der Leitung des Kapitäns Francesco Schettino auf einer Fahrt nach Savona, auf der es Marseille, Barcelona, Palma, Cagliari und Palermo anlaufen sollte. Das Schiff war mit allen Navigationssystemen, die üblich sind, aber auch mehreren Radars, Echoloten, Satellitennavigation und mit digitalem Seekartensystem ausgerüstet.

Die Insel Giglio sollte sehr dicht an der Ostküste passiert werden. Nach einem Kursänderungsmanöver und den Daten des automatischen Identifikationssystems (AIS) kollidierte das Schiff laut Passagieren gegen 21:45 Uhr mit einem vorgelagerten Felsen. Der Voyage Data Recorder (VDR) der Concordia registrierte den Kollisionszeitpunkt mit 21:45 Uhr und 7 Sekunden und den Ort auf der Position 42° 21’ 41’’ N, 10° 55’ 50’’ O. Dort liegt in unmittelbarer Nähe ein Felsen.

Auf der Backbordseite entstand durch ihn ein 70 Meter langer Riss.

 

Costa Concordia bild 1

Kollisionsstelle (unten) und endgültige Position (Mitte) der Costa Concordia vor der Insel Giglio

Quelle:

Nach eigener Darstellung versuchte Kapitän Schettino, den Hafen der Insel Giglio anzusteuern. Dies wollte er nur machen, um die Bergungsarbeiten zu erleichtern, als Wasser eingetreten war.

Costa Concordia bild 2

Die letzten Positionen der Costa Concordia

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Costa_Concordia

Aus der Auswertung der VDR und der Sprachaufzeichnungen ergibt es sich, dass das Schiff wenige Minuten nach der Kollision nicht mehr manövrierbar war. Dies war nicht mehr möglich, da die Maschinenräume überflutet waren. Als die Costa Concordia gebaut wurde, galt die Vorschrift, dass die Stabilität eines Schiffes bei einer Kollision (bei einem bis zu 12 Meter großem Leck und bis zu 2 gefluteten Abteilungen) nicht gefährdet sein darf. Zum Unglückszeitpunkt wehte ein Wind aus Nordost mit der Stärke 4.

Seit der Kollision lag das Schiff bis zum 17.09.13 mit 65° Grad Schlagseite auf der Position 42°21`57``N, 0°55`18``O auf dem Grund.

Es waren an Bord 4.229 Gäste an Bord

Nation

Passagiere

 

Italien

1.000

 

Deutschland

566

 

Frankreich

160

 

Russland

111

 

Schweiz

69

 

Österreich

77

USA

120

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Costa_Concordia

und etwa 1.000 Besatzungsmitglieder. Es befanden sich unter den Passagieren noch einige Rollstuhlfahrer.

Schematische Darstellung der Aufrichtung und der Abtransport:

Nummer

Bild

Beschreibung

 

1

  •  Costa Concordia grafik 1

Plattform und Caissons

 

2

  •  Costa Concordia grafik 2

Aufrichten unter anderem durch Fluten der Caissons

 

3

  •  Costa Concordia grafik 3

Vorbereitung des Abtransports auf der Plattform

 

4

  •  Costa Concordia grafik 4

Abtransport, zusätzlicher Auftrieb durch Caissons

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Costa_Concordia

Caissons sind Senkkästen, die für Unterwasserarbeiten Arbeitsraum gebraucht werden.

Die Bergung:

Im Tank waren nach der Kollision noch etwa 2200 Tonnen Treibstoff und 180 Tonnen Schmierstoff. Diese Menge stellt nach einer Havarie (das heißt, dass sein Schiff sich auf der linken oder rechten Seite [Bugwand] befindet) eine erhebliche Gefahr für die Umwelt dar, besonders für die Natur-Reservate in der Umgebung, aber auch für Walschutzgebiete. Deshalb wurde unter anderem der Notstand ausgerufen und Experten bekamen den Auftrag, die Tanks zu leeren. Mitte März 2012 war bekannt, dass die Tanks geleert worden sind, aber noch kleine Reste im Wrack sind. Die Bewohner der Insel Giglio wollen einen schnellen Abtransport der Costa Concordia.

Gedenken:

Am ersten Gedenktag nach dem Unglück wurde einem Teil der Opfer gedacht. Teile des Felsens am Unfallort wurden mit einer Gedenktafel versehen. Mitarbeiter der Reederei, Angehörige der Opfer und der Bürgermeister brachten den Felsen zur Unglückstelle zurück.

Die Reederei löste Empörung damit aus, dass sie die Überlebenden aufforderte, nicht zur Feier zu kommen – aus Platzgründen.

Die Geschichte der Costa Concordia lässt sich durchaus wie ein Krimi lesen.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Costa_Concordia